Die Chinesische Glückszahl 8 und Olympia

Der Eröffnungszeitpunkt der Olympischen Spiele am 08.08.08 um 08:08 Uhr Ortszeit wurde von den chinesischen Gastgebern und Organisatoren bewusst gewählt.
In China gilt die Zahl 8, im Chinesischen “ba”, traditionell als Glückszahl, mit der Chinesen Glück und Wohlstand verbinden. So werden von Privatpersonen und insbesondere von Unternehmen zum Teil sehr hohe Beträge dafür bezahlt, eine Telefonnummer oder ein Kfz-Kennzeichen zu erhalten, in denen die Zahl 8 (möglichst oft) vorkommt. Ebenso sind bei heiratswilligen Paaren die Tage für Hochzeitsfeierlichkeiten besonders beliebt, in deren Datum die Zahl 8 vorkommt.
Mit der Zahl 4, im Chinesischen “si”, wird dagegen Unglück assoziiert, da sie sich ausgesprochen wie das chinesische Wort für “Tod” anhört. Sie entspricht somit der Zahl 13, die in Teilen der westlichen Welt als die klassische Unglückszahl gehandhabt wird. Ähnlich verhält es sich mit der Zahl 14. Im Hochchinesischen, dem Putonghua, wird die Zahl “shi si” ausgesprochen. Nicht nur, dass sich die Aussprache von “shi” und “si” sehr stark ähnelt. In manchen regionalen chinesischen Dialekten findet so gut wie keine hörbare Unterscheidung in der Aussprache statt, so dass sich für den ungeübten Zuhörer die Zahl 14 wie “si si” anhört.
Und wenn schon die Zahl 4 als quasi “einfacher” Tod nach Möglichkeit vermieden wird, dann der “doppelte” oder sichere Tod erst recht.
Nach dem chinesischen Aberglauben in Bezug auf Zahlen und deren Einfluss auf die eigene Zukunft gibt es noch weitere Glücks- und Unglückszahlen, auf die an dieser Stelle aber nicht näher eingegangen werden soll.

