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Japan

JAPANISCHE STÄDTE
Tokyo

Tokio (auch: Tokyo, jap. Tokyo, wörtlich: östliche Hauptstadt) liegt in der Kanto-Region im Osten der Insel Honshu. Seit 1603, dem Beginn des Tokugawa-Shogunates, ist das ehemals unbedeutende Fischerdorf Edo das Zentrum von Japans Politik und Verwaltung. Seit 1868 ist Tokio auch offizielle Hauptstadt und Sitz des Tenno.

In der eigentlichen Stadt leben 8.483.050 Menschen. Mit 36.769.213 Einwohnern im Ballungsraum ist Tokio die größte Metropolregion der Welt (Stand jeweils 1. Oktober 2005). Die Region ist das Finanz-, Industrie-, Handels- und Kulturzentrum Japans mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen. Tokio ist auch Sitz der Universität der Vereinten Nationen (UNU).

Vielen westlichen Beobachtern ist nicht klar, dass es keine Stadt Tokio im administrativen Sinn gibt. Die „Stadt“ Tokio als politische Einheit wurde 1943 aufgelöst. Tokio hat in den westlichen Sprachen heute drei verschiedene Definitionen, die in Japan selbst alle unterschiedliche Namen tragen. >>

GESCHICHTE
Geschichte Japans

Japan (jap. Nihon/Nippon) ist nach Indonesien, Madagaskar und Papua-Neuguinea der viertgrößte Inselstaat der Welt. Er liegt im Pazifik vor den Küsten Russlands, Koreas und Chinas.

Der Landesname setzt sich aus den Zeichen „Tag“ oder „Sonne“ und „Ursprung“ oder „Wurzel“ zusammen. Japan ist deshalb auch bekannt als „Land der aufgehenden Sonne“. Sowohl der frühere mythologische Name Cipangu als auch Japan leiten sich vermutlich von der chinesischen Aussprache der Schriftzeichen (chin. rìbenguó) ab.

Mit Japan befasst sich ein eigener Bereich der Kulturwissenschaft und Landeskunde, die Japanologie.

Japan ist eine Inselkette, die sich entlang der Ostküste Asiens erstreckt. Die Hauptinseln sind Hokkaido im Norden, die zentrale und größte Insel Honshu, sowie Shikoku und Kyushu im Süden. Dazu kommen ca. 4000 kleinere Inseln, die sich vor allem in der Seto-Inlandsee und als Ryukyu-Inseln konzentrieren.

Über dem gesamten Archipel verläuft eine Gebirgskette, die ungefähr 73 % der Landmasse Japans ausmacht. Der höchste Berg Japans ist der Fujisan auf der Hauptinsel Honshu mit 3776 m über dem Meeresspiegel. Nur in den Hauptballungsgebieten Kanto (mit Tokyo und Yokohama) und Kansai (Osaka, Kyoto und Kobe) finden sich größere Ebenen. Auf Grund des Mangels an Flachland werden Berghänge durch Terrassenfeldbau kultiviert. >>

SPRACHE
Japanische Sprache

Mit etwa 127 Mio. Sprechern und einem Anteil von 2,4% an der Weltbevölkerung steht Japanisch in der Liste der am häufigsten gesprochenen Sprachen auf Platz 9. Außer in Japan selbst wird es hauptsächlich in den USA (ca. 200.000 Sprecher auf dem nordamerikanischen Festland, ca. 220.000 Sprecher auf Hawaii) und in Südamerika (ca. 380.000 Sprecher, vor allem in Brasilien) gesprochen. Dies ist vor allem auf drei große Auswanderungswellen von Ende des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts zurückzuführen.

Schätzungen gehen davon aus, dass ca. 4,9% aller Webseiten auf Japanisch sind (Platz 4 hinter Englisch, Deutsch und Französisch).

Der Ursprung und die Einordnung der japanischen Sprache ist bis heute unter den Forschern umstritten. Eindeutig nachgewiesen ist nur die Verwandtschaft zwischen Japanisch und den auf den Ryukyu-Inseln gesprochenen Ryukyu-Sprachen, die von manchen Sprachwissenschaftlern auch als Dialekte des Japanischen klassifiziert werden. >>

Japanische Schrift

Die Schrift der modernen japanischen Sprache besteht aus den Kanji, die der chinesischen Schrift entstammen und als Logogramme meist den Wortstamm bilden, den Silbenschriften Hiragana (oft für grammatikalische Formen) und Katakana (hauptsächlich für Fremdwörter) und dem lateinischen Alphabet, das in Japan als Romaji bezeichnet wird. Diese Schriftarten haben unterschiedliche spezifische Funktionen und werden in Alltagstexten parallel verwendet.

Im Japanischen werden die Wörter gewöhnlich ohne Leerzeichen aneinandergereiht und am Zeilen- oder Spaltenende an beliebigen Stellen ohne Bindestrich getrennt (nur nicht direkt vor einem Satzzeichen). Die Zeichen werden in gedachte Quadrate geschrieben: Anders als z.B. in der lateinischen Schrift, wo ein „i“ viel schmaler ist als ein „m“, erhält in der japanischen Schrift jedes Zeichen (einschließlich Satzzeichen) gleich viel Platz, rund um schmalere oder kleinere Zeichen bleibt also etwas mehr Leerraum. >>

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